Was hat dich dazu motiviert, dein Wissen in den Bereichen Nachhaltigkeit und ESG mit diesem Zertifikat zu vertiefen?
Das CAS kam genau zu einem Wendepunkt in meiner Karriere. Nach meinem Umzug nach Europa und einer längeren Familienpause wollte ich wieder ins Berufsleben einsteigen, merkte aber, dass ich ein paar Tools brauchte, um meine Kenntnisse aufzufrischen. Obwohl ich bereits Erfahrung im Bereich Nachhaltigkeit hatte, war vieles davon stark vom öffentlichen Sektor und aus amerikanischer Perspektive geprägt. Das CAS war für mich die perfekte Gelegenheit, meine Expertise zu erweitern, insbesondere im Privatsektor und aus europäischer Perspektive. Es hat eine perfekte Verbindung zwischen meinem bisherigen Weg und meinen zukünftigen Zielen hergestellt.
Was hast du dir vom CAS in Sustainability & ESG erhofft, als du gestartet bist, und was hat dich während des Programms überrascht?
Ich bin mit der Erwartung gestartet, die Best Practices und regulatorischen Anforderungen rund um Nachhaltigkeit im europäischen Kontext besser zu verstehen. Überraschend war für mich jedoch, wie sehr das Programm mein berufliches Netzwerk erweitert hat.
Durch das CAS habe ich nicht nur andere Teilnehmerinnen und Teilnehmer kennengelernt, sondern auch Executive-MBA-Studierende, Professor:innen und herausragende Gastreferent:innen, die Nachhaltigkeit und ESG aktiv in der Praxis gestalten. Gerade für jemanden, der neu auf dem Arbeitsmarkt ist, war dieser Austausch unglaublich wertvoll.
Wie bringt strukturiertes akademisches Lernen an diesem Punkt deiner Karriere einen Vorteil für deine praktische Arbeit?
Für mich ist lebenslanges Lernen sowohl beruflich als auch persönlich bereichernd. Es ist leicht, in der eigenen Nische stecken zu bleiben, und das CAS in Sustainability & ESG hat mich dazu gebracht, meinen Blick zu erweitern und mich mit übergeordneten Fragen auseinanderzusetzen. Es hat mir geholfen, mich wieder daran zu erinnern, warum ich eine Karriere im Bereich Nachhaltigkeit aufgebaut habe, und das war sehr motivierend.
Besonders wertvoll ist für mich jedoch, dass das Programm akademisches Lernen mit praktischer Anwendung verbindet. Jede Diskussion und jede Gruppenaufgabe waren auf irgendeine Weise mit unserer Expertise oder unserer Branche verknüpft, sodass wir das Gelernte unmittelbar praxisnah anwenden konnten.
Wie hat das Programm die Fragen beeinflusst, die du heute stellst, wenn es um Nachhaltigkeits- oder ESG-Themen im Geschäftskontext geht?
Meine Arbeit drehte sich schon immer um Nachhaltigkeit, aber das CAS hat mir geholfen, sicherer darin zu werden, Nachhaltigkeit in Business-Konzepte zu übertragen. Heute frage ich klarer: Wie schafft diese Initiative Wert? Wie passt sie ins Geschäftsmodell des Unternehmens?
Früher fühlte ich mich vor allem mit dem „Was“ der Nachhaltigkeit wohl. Durch das Programm habe ich mein Verständnis für das „Wie“ und das „Warum“ aus kommerzieller Perspektive vertieft. Das ist besonders wichtig, wenn man Nachhaltigkeitsthemen Kunden oder internen Stakeholdern präsentiert, die sich für Performance, Compliance und Strategie interessieren – nicht nur für den Impact.
Du hast während des Zertifikatsprogramms eine neue, auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Rolle im Energiesektor übernommen. Wie hat dich das Programm bei diesem Karriereschritt unterstützt?
Ich habe kürzlich eine Rolle als Tender Expert angenommen, in der ich mich auf kommerzielle Analysen und Business Development für Projekte in den Bereichen Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und Energiespeicher konzentriere. Im Vorfeld von Bewerbungsgesprächen hat mir das CAS geholfen, bei zentralen Nachhaltigkeitsthemen auf dem neuesten Stand zu bleiben und ein klareres Verständnis dafür zu entwickeln, welche geschäftlichen Aspekte Arbeitgeber erwarten.
Das Programm war für mich nicht nur ein akademisches Zertifikat, sondern auch ein echter Vertrauens-Boost: Es hat mir geholfen, zu zeigen, wie mein Wissen im Bereich Nachhaltigkeit in konkreten Geschäftswerten und kommerziellen Ergebnissen umgesetzt werden kann.
Gibt es Konzepte aus dem Programm, die beeinflusst haben, wie du Nachhaltigkeitsentscheidungen in deinem Arbeitsalltag angehst?
Eine zentrale Erkenntnis für mich ist, dass Nachhaltigkeit in die Kernstrategie eines Unternehmens integriert werden kann, statt sie als „Nice-to-have“ zu betrachten. Ich achte heute stärker darauf, wie Nachhaltigkeit Wettbewerbsfähigkeit, Resilienz und langfristigen Wert fördert.
Ein weiterer Aspekt, den ich aus dem Programm in meinen Alltag übernommen habe, ist der stärkere Fokus auf ESG-Reporting, Regulierung und die Erwartungen der Stakeholder in Europa. Das Verständnis dieser Rahmenwerke hilft mir, Geschäftsvorschläge so auszurichten, dass sie besser auf die Nachhaltigkeitsziele und Reporting-Anforderungen potenzieller Kund:innen eingehen.
Wenn du das CAS in Sustainability & ESG anderen Berufstätigen empfehlen würdest, was unterscheidet es aus deiner Sicht von anderen Angeboten im Bereich Nachhaltigkeit oder ESG?
Für mich stechen zwei Dinge besonders hervor.
Erstens die Integration mit dem Executive-MBA-Programm. Das bedeutet nicht nur, dass das CAS akademisch sehr anspruchsvoll ist, sondern auch, dass Teilnehmende die Möglichkeit haben, sich mit Fachleuten aus ganz unterschiedlichen Branchen und Funktionen zu vernetzen. Das macht das Programm zusätzlich wertvoll – sowohl als Lern- als auch als Netzwerkgelegenheit.
Zweitens die Qualität der Gastreferent:innen und Professor:innen. Man lernt nicht nur Theorie kennen, sondern hört auch direkt von Führungskräften, die aktiv an Nachhaltigkeitsherausforderungen in ihren Organisationen arbeiten. Besonders beeindruckend war die Exkursion nach Berlin im Rahmen des Kurses Strategic Transformation Management, die viele Begegnungen mit Changemakern und Vordenker:innen aus verschiedenen Branchen ermöglichte.
Insgesamt unterscheidet sich das Certificate of Advanced Studies für mich durch seinen starken Business-Bezug. Egal, ob man neu in Nachhaltigkeit ist oder Nachhaltigkeitsideen in einem Geschäftskontext anwenden möchte – das Programm bietet dafür die idealen Voraussetzungen.