Studienfinanzierung

Berufsbegleitendes Studium als Werbungskosten von der Steuer absetzen

Ist einem berufsbegleitenden Studium ein abgeschlossenes Erststudium vorausgegangen, handelt es sich um Betriebsausgaben oder Werbungskosten, wenn ein hinreichend konkreter, objektiv feststellbarer Zusammenhang mit späteren im Inland steuerpflichtigen Einnahmen aus der angestrebten beruflichen Tätigkeit besteht. (Bundesfinanzministerium)

Wer also z.B. erst ein Bachelorstudium absolviert hat, dann in den Beruf einsteigt und nach mehreren Jahren ein berufsbegleitendes Masterstudium beginnt, der kann die Kosten dafür als Werbungskosten voll von der Steuer absetzen.

Der Unterschied zwischen Sonderausgaben und Werbungskosten liegt nicht nur in der Begrenzung auf 6.000 Euro, sondern dass die Werbungskosten bei einem negativen Einkommen als Verlustvortrag mit ins nächste Jahr genommen werden können und dann dort von der Steuer abgesetzt werden. Sonderausgaben hingegen sind nur in dem Jahr absetzbar, in dem sie entstehen.

Um die Ausgaben vom Finanzamt zum Teil wiederzuholen, ist ein jährliches Bruttoeinkommen über 8.004 Euro Voraussetzung. Darüber hinaus muss das Studium beruflichen Zwecken dienen.

Wenn die oben genannten Möglichkeiten nicht in Frage kommen bzw. nicht ausreichen, um das berufsbegleitende Studium zu finanzieren, dann kommt vielleicht ein Studienkredit in Frage. Der Markt für Studienkredite ist in den letzten Jahren kontinuierlich gewachsen und man sollte sich auf jeden Fall gut informieren und verschiedene Angebote vergleichen, da die Modalitäten sehr stark variieren.

Förderung speziell für Berufstätige bietet beispielsweise der Festo Bildungsfonds. Auch die staatliche KfW Bank kann in Frage kommen, wenn man unter 44 Jahren auf dem Lebenskonto hat.

Ein weiterer Anbieter ist die Deutsche Bildung, die mit vielen Jahren Erfahrung Studenten aller Fachrichtungen im Studium fördert. Der Vorteil hierbei ist das Konzept der flexiblen Auszahlung, die den Bedürfnissen angepasst wird und die einkommensabhängige Rückzahlung. Weitere Informationen zu der Deutschen Bildung finden Sie unter www.deutsche-bildung.de.